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Fenstermanager Windowlab konfigurieren und installieren
Michael Bischof startete zu diesem Zweck ein entsprcchendes Thema im Forum,
an dem sich einige Nutzer von fluxflux beteiligt haben und das zu einem
erfreulichen Ergebnis geführt hat - und das in sehr kurzer Zeit.
Nachstehend die Erfahrungen eines der beteiligten Nutzers aus dem Forum
(sein Nickname ist embi). An ihn herzlichen Dank für den Bericht
und an alle Beteiligten einen Dank für ihre Mitarbeit.
Der
Bericht
WindowLab ist ein schlanker, funktionaler Fenstermanager, der
Task-Leite und Startmenü platzsparend in einem Element vereint.
Anhand eines praktischen Beispiels soll hier Schritt für Schritt
erklärt werden, welche Arbeiten notwendig sind, "WindowLab"
einzurichten.
Grundlage sind zunächst das Paket "windowlab-1.34-1.i386.rpm" und
die Datei "windowlab.desktop", die von michaelbischof und flux aus dem
PCLinuxOS-Forum zur Verfügung gestellt wurden.
Man kann sie hier
herunterladen.
Nach dem Download wechseln wir in mit "cd ~/.downloads" in das
entsprechende Verzeichnis und installieren mit folgendem Befehl das
Paket:
Code:
rpm -Uvh
windowlab-1.34-1.i386.rpm
Die Parameter -Uvh bedeuten:
U = --upgrade = Paket aktualisieren
v = --verbose = Zeige detailliertere Ausgabe
h = --hash = Zeige Rautezeichen
während der Installation (empfehlenswert mit -v)
Informationen über weitere Optionen erhalten wir mit: rpm --help
Die Datei "windowlab.desktop" kopieren wir nach: /usr/share/xsessions,
in dem sich schon weitere Einträge befinden.
Wenn wir uns jetzt neu anmelden (mit der Tastenkombination strg,alt und
Tab-Rücktaste .. oder unten links im Startmenü: abmelden),
kommen wir zu folgendem Anmeldedialog:
Der erste Schritt wäre somit getan, WindowLab ist betriebsbereit.
Starten wir nun die WindowLab-Sitzung, empfängt uns - ein Schreck.
Ein ganz schwarzer Bildschirm. Das ist kein Fehler, wie ein Rechtsklick
mit der Maus auf die leere schwarze Fläche zeigt: so entdecken wir
oben die Taskleiste. Diese Einträge wollen wir zuerst unseren
Bedürfnissen anpassen.
Hierzu erstellen wir in unserem Home-Verzeichnis den Ordner
"~/.windowlab" und kopieren die Original-Datei
"/etc/X11/windowlab/windowlab.menurc", die wir hierzu benötigen,
dort hin.
Die Einträge können mit einem Texteditor bearbeitet werden.
Beispiel für einen Eintrag: The GIMP:gimp
"The GIMP" ist der Eintrag, den wir in der Taskleiste sehen und "gimp"
der Startbefehl für das Programm.
Die nächste Überlegung ist: Wie kann ich weitere Programme
per Autostart in WindowLab integrieren?
Das gesteckte Ziel ist:
- Farbe und
Einträge der Menüzeile verändern
- 4 virtuelle
Desktops hinzufügen
- Rox-Filer
mit Panel starten (wie in Open-/Fluxbox)
(siehe: Antwort #8 am: 24. Februar, 2008, 19:30:14 von flux )
In der Datei /usr/share/xsessions/windowlab.desktop, die wir anfangs
dorthin kopiert haben, finden wir den Startbefehl für WinowLab:
Exec=/usr/X11R6/bin/windowlab.
Diesen ersetzen wir durch ein eigenes Skript:
/home/..user/.windowlab/start_windowlab.sh, in das wir unsere weiteren
Programme eintragen und mit dem Startbefehl für WindowLab
abschließen.
Den Eintrag in /usr/share/xsessions/windowlab.desktop: ändern wir
somit in
"Exec=/home/..user/.windowlab/start_windowlab.sh".
Unser Skript sieht dann anfangs so aus:
Code:
#!/bin/bash
rox --pinboard=flux &
windowlab
Wir haben also rox hinzugefügt. "--pinboard=flux &" haben wir
erstmal von Fluxbox so übernommen und ändern ihn später
ab. Wenn wir nun WindowLab starten, werden wir feststellen, daß
wir den gleichen Desktop vorfinden wie bei Fluxbox.
Wir machen also eine Kopie der Datei
"~/.config/rox.sourceforge.net/ROX-Filer/pb_flux" und bezeichnen diese
als "~/.config/rox.sourceforge.net/ROX-Filer/pb_windowlab".
Nun haben wir für WindowLab eine separate Datei, in die rox die
Desktop-Einstellungen speichern kann, wie beispielsweise
Hintergrundbild und welche Icons sich auf dem Desktop befinden.
Den Eintrag in unserem Startskript ändern wir in "rox
--pinboard=windowlab &". Das &-Zeichen ist übrigens sehr
wichtig. Würden wir es weglassen, wäre der Startvorgang hier
erstmal unterbrochen. In der letzten Zeile darf dieses Zeichen jedoch
nicht erscheinen.
Wir wollen nun noch ein paar optische Veränderungen an Windowlab
vornehmen und geben
"windowlab --help" in die Konsole ein und erhalten u.a.:
-font <font>
-border|-text|-active|-inactive|-menu|-selected|-empty <color>
Also können wir die Schrift und die Farben der Taskleiste und der
Fenster ändern. Nach einigem Herumprobieren haben wir uns für
folgende Änderungen entschieden, sodaß unser Startskript nun
so aussieht:
Code:
#!/bin/bash
rox --pinboard=windowlab
&
windowlab -font
lucidasans-bold-14 -border lightblue -text white -active darkblue
-inactive blue -menu blue -selected darkblue -empty blue
Auf der Linux-User Seite im Internet befindet sich eine Anleitung,
wie man mit Hilfe von "vdesk" WindowLab zu 4 virtuellen Desktops
verhilft.
Wir laden also vdesk-1.2.tar.gz von http://offog.org/code/
herunter.
In diesem Fall ist das Installieren nicht ganz so komfortabel wie bei
dem RPM-Paket am Anfang.
Es handelt sich um ein Tarball-Archiv, das noch erst kompiliert werden
muß bevor man es installieren kann ("Kompilieren ist das
"umwandeln" von normalen Quelltext zu binärer Maschinensprache).
Vor dem Kompilieren müssen wir aber mit Hilfe von Synaptic das
Paket gcc-c++ installiert haben. Oder per root-Konsole: ,,apt-get
install gcc-c++''
Wenn wir so ein Archiv vorliegen haben, befindet sich meist eine
Anleitung dabei ("readme" oder "install"). Wir entpacken das Archiv
z.B. nach "/usr/src/vdesk-1.2" (Befehl: tar -xzvf vdesk-1.2.tar.gz oder
grafisch, beispielsweise mit thunar).
In der Datei /usr/src/vdesk-1.2/INSTALL finden wir die Anleitung. Es
handelt sich um den sogenannten Dreisatz.
In der Konsole mit "cd /usr/src/vdesk-1.2" in das Verzeichnis wechseln,
wo die Dateien entpackt worden sind.
1. "./configure" eingeben, um die Quellcodes auf das Kompilieren
vorzubereiten
2. "make" um zu kompilieren
3. "make install" um das kompilierte Programm zu installieren - als
root versteht sich (kann auch zusammengefaßt werden: ./configure
&& make && make install)
Wenn alles gut verläuft erkennen wir an der Zeile
"/usr/bin/install -c vdesk /usr/local/bin/vdesk", daß das
Programm nun installiert ist. Es kann manchmal aber auch zu Meldungen
kommen, daß noch bestimmte Programme fehlen
(Abhängigkeiten), die man dann erst mit "Synaptic" installieren
muß. Anschließend nochmal die 3 Befehle eingeben.
Vergleiche auch: http://www.pclinuxos.de/smf/index.php?topic=3290.45/Antwort
57.
Jetzt geben wir in die Datei ~/.windowlab/menurc (die für die
Taskleisten-Einträge zuständig ist) folgendes ein:
Desk1:vdesk 1
Desk2:vdesk 2
Desk3:vdesk 3
Desk4:vdesk 4
Nun stehen uns 4 virtuelle Desktops zur Verfügung, die wir
über die Taskleiste oben aufrufen können.
Auf den Desktops können wir nun mit rox entsprechende
Programmverknüpfungen ablegen:
Ein Thunar- oder Rox-Fenster öffnen und ein Programm
auswählen, anschließend (per "drag and drop") auf den
Desktop ziehen (Thunar erreichen wir über die Taskleiste oder per
Klick auf $HOME).
Noch ein Wort zu rox: Bitte folgende Einstellungen (siehe Bild) von
fluxbox und openbox auch hier beibehalten, damit mit der rechten
Maustaste auch weiterhin die Taskleiste aufgerufen werden kann.
Jetzt hätten wir eigentlich unsere Ziele, die wir am Anfang
gesetzt haben, erreicht. Wir wollen aber versuchsweise noch ein
weiteres Programm einbinden: wbar (siehe Bild), das wir mit Synaptic
installieren können.
Das Installieren mit Synaptic ist von den verschiedenen 3 Arten der
Installation die komfortabelste:
wbar in "suchen" eingeben, "zum Installieren vormerken" auswählen
und "anwenden". Das Programm wird heruntergeladen und installiert, wie
folgendes Bild zeigt:
Alles über Synaptic findet man auf der fluxflux-Seite unter http://fluxflux.net/synaptic.html.
Wbar bietet eine ganze Reihe von Optionen: -> wbar --help. Nach
einigem Ausprobieren entscheiden wir uns für folgenden Befehl, der
in die Datei "~/.windowlab/windowlab.menurc" eingetragen wird:
Code:
wbar -pos bottom -balfa
100 -falfa 100 -filter 1 -jumpf 0.0 -zoomf 2.5 &
Die Konfigurationsdatei der Taskleiste hat nun folgende Einträge:
Code:
# make sure each line ends
in LF not CRLF! (Anmerkung: Zeilen die mit einer Raute beginnen, sind
nur Kommentarzeilen, die nicht ausgeführt werden)
Desk1:vdesk 1
Desk2:vdesk 2
Desk3:vdesk 3
Desk4:vdesk 4
Terminal:xterm
Editor: leafpad
Thunar:thunar
Wbar:wbar -pos bottom
-balfa 100 -falfa 100 -filter 1 -jumpf 0.0 -zoomf 2.5 &
Edit menu:gvim
/etc/X11/windowlab/windowlab.menurc
About:windowlab -about |
xmessage -file -
Quit:skill windowlab
ToDesk1:~/.windowlab/to.sh
1
ToDesk2:~/.windowlab/to.sh
2
ToDesk3:~/.windowlab/to.sh
3
ToDesk4:~/.windowlab/to.sh
4
Sticky:~/.windowlab/to.sh 0
Die letzten 5 Einträge beziehen sich auf das Verschieben von
Fenstern von einem Desktop auf den anderen und ist hier beschrieben: "Zusätzliches
Laborgerät".
Leider erfolgt das Umschalten der Fenster mithilfe der Taskleiste nicht
immer korrekt.
Linux-User-Zitat: "Ganz frei von Nebenwirkungen ist dieses Vorhaben
jedoch nicht, da nicht alle Zusatzprogramme optimal mit WindowLab
zusammenspielen. Das Umschalten der Fenster mithilfe der Taskleiste
bring beispielsweise vdesk komplett durcheinander. (amü)"
Das Wechseln von einem Fenster zum nächsten erreicht man auch mit
der Tastenkombination "strg,alt und Tab" und "strg,alt und q".
Das wäre hiermit der vorläufige Abschluß unseres
Projektes. Wer will, kann noch weitere Programme in die Startdatei
einfügen (~/.windowlab/start_windowlab.sh).
embi/fluxflux-user
PCLinuxOS-Forum
01.03.2008
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